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46. DKT Nachlese - Senioren Ü40

Senioren sind wie alter Wein, sie werden irgendwie immer besser

Es ist eine Auszeichnung für unsere "älteren" Jahrgänge, dass mit Steve Weiten lediglich ein "echter" Ü40er unter den Top4-Gesetzten zu finden ist.
Der war natürlich eine wirkliche Herausforderung und bewies das auch im Laufe des Turniers, doch noch beeindruckender war, dass mit Bernd Schuler und Richard Meiers zwei Ü70er auf drei und vier gesetzt waren.
Ein weiterer Beleg wie gut die Beiden nach wie vor sind.
Dazu kam mit Tieltverteidiger Volker Schramm, der im letzten Jahr Bernd Schuler zu bezwingen wusste, natürlich ein großartiger Spieler aus der Ü50 dazu.
Wenn ein Michael Brill in einer solchen Konkurrenz nicht gesetzt ist, um nur einen von mehreren prominenten Namen zu nennen, dann wissen die Kenner um die Schwere der Aufgabe.

Die Favoriten wussten sich auch allesamt durchzusetzen.
Prominente Namen, für die es aufgrund der starken Gruppen nicht zur KO-Runde reichten waren beispielsweise der Finalist des Senioren-Doppels und Dritte des Einzels des 44. DKTs aus Werbeln, Nusret Hot, Joachim Scholer, Roger Roehrig oder auch Mark Berg.

Christian Hinke musste sich in der Gruppe schon gegen den starken Martin Berke gewaltig strecken, um nach fünf Sätzen als Sieger da zu stehen, hatte dann mit Michael Brill ein weiteres sehr schweres Los, das er nach vier von beiden eindrucksvoll gespielten Sätzen siegreich für sich entschied, um dann im Viertelfinale auf Bernd Schuler zu treffen.
Es spricht sehr für Christian, dass er mit den Jahren immer besser und besser mit dem für den Gegner so anspruchsvollen Spiel Bernds zurecht kommt.
Um es vorweg zu nehmen, er hatte drei Matchbälle gegen Bernd, die er sich dank wirklich hervorragendem Spiel auch redlich verdient hatte. Aber Bernd wäre nicht Bernd, wenn er auch in solchen Situationen einfach unbeeindruckt weiterhin sein Spiel macht und vielleicht sogar dann am Besten ist, wenn es schlecht um ihn zu stehen scheint.
Er wehrte alle drei ab, um dann selbst das Spiel auf der Kippe stehend für sich zu entscheiden.

Volkers Weg ins Halbfinale kostete ihn weniger Sätze, glatt bezwang er erst Andy Geiss und war dann in drei umkämpften Sätzen gegen Altmeister Manferd Jochem, der davor den immer stärker werdenden Sascha Pierron bezwang, der Sieger.
Im der unteren Hälfte schafft es mit Richard Meiers ein weiterer Ü70er ins Halbfinale. Christoph Aulfs Noppenspiel wusste er gekonnt zu entschärfen, traf dann aber nicht auf den letztjährigen Dritten Daniel Jochem, sondern auf Martin Berke, der diesen in einem sehenswerten Spiel nach fünf Sätzen hinter sich gelassen hatte.
Das Viertelfinale zwischen den beiden war gleichfalls hochklassig. Martin Berke wusste wirklich zu beeindrucken. Hatte er in der Gruppe schon gegen das druckvolle Spiel Christian Hinkes dagegen zu halten gewusst, kam er in der ersten KO-Runde gut gegen die langen Noppen und in der zweiten auch gegen den Anti von Richard gut zurecht.
15:13 im fünften Satz lautete das überaus knappe Ergebnis mit dem Richard ins Halbfinale gegen einen völlig gleichwertigen Konkurrenten einziehen konnte.

Steve Weiten traf mit Siegmar Mathieu in der ersten Runde schon gegen einen starken Herausforderer, der ihm einen Satz abnehmen konnte und auch insgesamt nur knapp unterlag und dann wartete in Runde zwei Jörg Krauss auf ihn. Jörg hat bei uns schon sehr viele starke Spiele gemacht und lieferte hier eines seiner besten ab. Das war auch sehr nötig, um seinen Doppelpartner überraschend, doch nicht unverdient nach vier Sätzen aus dem Turnier zu werfen.

Christian Hinke sparte bei Volker nicht mit Tipps, doch leichte Muskelkrämpfe in der dritten Konkurrenz machten ihm zu schaffen. Sein Kontrahent Bernd, scheinbar nur aus Muskeln, Knochen und Sehnen bestehend, litt trotz vergleichbarer Belastung nicht darunter.
Trotzdem probierte Volker alles, war nach wie vor gefährlich, doch Bernd schien das sehr enge Spiel gegen Christian zu noch besserer Leistung angespornt zu haben und zog nach vier Sätzen in Endspiel ein.
Gleiches gelang mit Richard Meiers auch dem zweiten Top-Ü70er. Wahnsinn!
Jörg Krauss versuchte alles, aber sein effetvolles Spiel prallte an dem Anti Richards immer wieder ab, wenn er bogenförmige Topspins spielte, schmetterte Richard beidseitig und mit hoher Trefferquote dagegen. Auch hier ging es vier Sätze lang sehr eng zu, doch auch diesmal wusste sich der wesentlich Ältere durchzusetzen. Was soll man da noch sagen. Wir schweigen und ziehen unseren Hut vor unseren Finalisten.

Bei aller Klasse ging das erste Endspiel doch nach drei Sätzen an Bernd, diesmal stand es nach zwei Sätzen ausgeglichen. Wie guter Wein schienen sich beide erst richtig warm gespielt zu haben. Weder die Uhrzeit noch die vielen Spiele in drei Konkurrenzen zeigten merkliche Strapazen.
Bernd als Favorit, Richard als starker Herausforderer, der auch schon gewinnen konnte, spielten unbeeindruckt von Zeit und Raum ihr Ding. Tischtennis als Kontemplation und Sport, der einen ein Leben lang begleitet, es war etwas Besonderes.
Am Ende war es erneut Bernd, der die Oberhand behielt, aber die dabei waren, hatten durch beide eine Ahnung bekommen, was unseren Sport als lebenslanges Hobby, gar nicht so weit weg von der Vollkommenheit ausmachen kann.

Danke!

1. Bernd Schuler (SV Eintracht Mendig)
2. Richard Meiers (TTV Rimlingen-Bachem)
3. Volker Schramm (TTF Besseringen)
3. Jörg Krauss (SV Mörsbach)

Ergebnisseite der Senioren Ü40 beim 46.Drei-Königs-Turnier (Gruppenphase)

Ergebnisseite der Senioren Ü40 beim 46.Drei-Königs-Turnier (KO-Phase)

Finale der Senioren Ü40 im Youtube-Channel der DJK Roden Abt.TT



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